Regina Knigge vom Lionsclub Sulzbach sammelt Schulranzen

Frau Regina Knigge und ihr Ehemann Rolf, beide Mitglied im Lions Club Sulzbach, sammeln bereits seit einigen Jahren für unsere Schulranzenaktion sehr erfolgreich Schultornister im Raum Frankfurt. Bei einem Treffen in Frankfurt konnte sich unser Mitglied Erzsébet Cseh nun mit einem kleinen Geschenk und einem Dankesbrief unseres Clubs persönlich bedanken.


Schulranzen in Kispest

Liebe Lions!
Bei der Kinderhilfe in Kispest habe ich heute die Schulranzen übergeben. Von den 10 Kindern waren fünf anwesend. Alle haben sich sehr gefreut und sich auch bedankt. Anbei das Gruppenbild (Einverständnis der Eltern für das Foto liegt vor).

Liebe Grüße
Marika

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Ein Kartoffelschäl-Automat für die Stiftung „Gleiche Chancen“

Übergabe der Spende durch den LCTM-Präsidenten Dieter Uesseler an die Geschäftsführerin der Stiftung "Gleiche Chancen", Frau Barbara Hajdu Terbócs
Übergabe der Spende durch den LCTM-Präsidenten Dieter Uesseler an die Geschäftsführerin der Stiftung „Gleiche Chancen“, Frau Barbara Hajdu Terbócs

Rechtzeitig vor Weihnachten übergaben heute Clubpräsident Dieter Uesseler und Clubsekretärin Erzsébet Cseh eine Spende an die Stiftung „Egyenlő Esélyekért Alapítvány“ (Stiftung Gleiche Chancen) in Csömör östlich von Budapest. Das schwere Gerät wurde nötig, weil der Küchenbetrieb der Einrichtung auf neue Qualitätsanforderungen umgestellt wurde. Der Automat zum Kartoffelschälen hilft dabei, 160 Mahlzeiten für die ständig in dem Heim lebenden und arbeitenden behinderten Menschen hygienisch zuzubereiten.

Ungarische Selbstporträts aus der Sammlung der Uffizien in Florenz

In der Ausstellung "Ungarische Selbstporträts aus der Sammlung der Uffizien in Florenz" - Budapester Historisches Museum (Burgmuseum), Samstag 26. April 2014
In der Ausstellung „Ungarische Selbstporträts aus der Sammlung der Uffizien in Florenz“ – Budapester Historisches Museum (Burgmuseum), Samstag 26. April 2014

Einen anregenden und interkulturell spannenden Nachmittag erlebten die Lions des LC Thomas Mannund einige Gäste in einer Sonderausstellung des Budapester Burgmuseums. Die Kuratorin der Ausstellung, Frau Dr. Ildikó Fehér, Kunsthistorikerin an der Ungarischen Universität für die Bildenden Künste, führte kenntnis- und anekdotenreich durch die manchmal verworrenen Wege, auf denen die Selbstporträts ungarischer Künstler in die Uffizien gelangt sind.

Die Galerie in Florenz beherbergt mit über 1650 Gemälden die weltweit größte Sammlung von Selbstporträts, angefangen von Raffael bis zu Malern der Gegenwart. Seit 1872 sind auch die Werke ungarischer Künstler vertreten: Heute sind es 24 Bilder von 21 Künstlern, von denen einige erst dadurch in Ungarn bekannt wurden, dass man sie in die weltberühmte Galerie der Uffizien aufnahm. Im Oktober und November 2013 wurden diese 24 Bilder im Rahmen des ungarisch-italienischen Kulturjahres mit großem Erfolg in Florenz gezeigt. Es war dies die erste Einzelausstellung ungarischer Malerei in der langjährigen Geschichte der Uffizien überhaupt. Das Budapester Historische Museum hat den Umfang der Ausstellung durch weitere Gemälde der betreffenden Künstler aus eigenen Beständen und denen der Ungarischen Nationalgalerie erweitert. Durch Urkunden, Fotos und Briefe werden zudem die unterschiedlichen Wege der ungarischen Selbstporträts in die Uffizien dokumentiert.

Krisztián Ungváry: „Das Horthy-System auf der Waagschale“

16. Januar 2014. Aufmerksame Zuhörer bei dem Vortragsabend mit dem Zeithistoriker Krisztián Ungvary in der Deutschen Schule.
16. Januar 2014. Aufmerksame Zuhörer bei dem Vortragsabend mit dem Zeithistoriker Krisztián Ungvary in der Deutschen Schule.

Nüchterne Zahlen und Fakten: Am 16. Januar 2014 war Krisztián Ungváry zu Gast beim 1. Deutschsprachigen Lions Club Thomas Mann in der Aula der Deutschen Schule Budapest. Der Redner analysierte, ausgehend von seiner neuen Publikation, die Voraussetzungen des Antisemitismus in Ungarn zwischen den beiden Weltkriegen. Seine These: Die Verhältnisse zwischen Stadt und Land, zwischen Gentry und Bürgertum, zu Beginn des 20. Jahrhunderts und verschärft nach Trianon führten zur Ausgrenzung und schließlich Entrechtung der ungarischen Juden. Nicht „finsteres Mittelalter“, sondern eine „rationale Sozialpolitik“ stand am Beginn des Weges, der sie schließlich in den Holocaust führte.

Das hat im deutschsprachigen Raum einigen Staub aufgewirbelt. Ungewöhnlich ist der Gang der Ereignisse. Zunächst wird Ungváry von dem Budapester Korrespondenten der Tageszeitung DIE WELT zu seinem Buch interviewt (23.10.2013). Fünf Tage später veröffentlicht der WELT-Herausgeber Thomas Schmid eine Kritik an Ungvárys Thesen – mit durch und durch „deutschen“ Reflexen auf Ungvárys Versuch, den ungarischen Antisemitismus, der in der Horthy-Zeit System wurde und in den Deportationen nach Auschwitz kulminierte, als durch und durch „ungarisches“ Phänomen zu erklären. Ungváry sieht sich missverstanden und schreibt eine Replik – und die WELT weigert sich, diese Erwiderung zu veröffentlichen! Da reibt man sich die Augen: Jetzt werden also auch in einer renommierten deutschen Tageszeitung Denkverbote verhängt, statt eine offene Debatte zu führen? Pikantes Detail: Die Redaktion der WELT hatte zunächst den Autor György Dalos um einen Kommentar gebeten, dessen Urteil aber offenbar nicht der gewünschten Verurteilung entsprach und erst mit Verzögerung erschien. Über Hintergründe informiert der Blogger Hungarian Voice – dort sind auch die Erwiderung von Ungváry und die Links zu den Artikeln in der WELT zu finden.

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